Wassertest – die 25 wichtigsten Testkategorien im Überblick

Wer sein Wasser testen lassen möchte, sollte wissen, worauf. Vor dem Kauf eines Wassertests kann es also nicht schaden, die verschiedenen Testkategorien kennen zu lernen.

Vielleicht vermuten Sie eine Verunreinigung, vielleicht sind Sie nicht sicher, ob Ihr Baby Leitungswasser trinken darf oder vielleicht wollen Sie einfach Ihren Hausbrunnen überprüfen. Gründe für einen Wassertest gibt es viele. Meist stehen gesundheitliche Aspekte dabei im Vordergrund. Deshalb finden Sie hier in der PURAMIDA-Auflistung die wichtigsten Parameter zur Wassergesundheit auf einen Blick. Wenn ein Stoff gesundheitlich unbedenklich ist, bedeutet das aber nicht, dass er keine anderen Probleme mit sich bringen kann. So verfärbt ein hoher Eisengehalt beispielsweise das Wasser. Bei vielen Stoffen gilt natürlich auch die Aussage „die Menge macht das Gift“, konkrete gesundheitliche Bedenken sollten jedenfalls mit einem Arzt abgeklärt werden.

Sicher ist sicher: Der PURAMIDA WasserCheck

Schwermetalle und Keime lauern in unserem Trinkwasser

Unsere WasserChecks sind auf verschiedene Bedürfnisse abgestimmt. So erfahren Sie die genaue Zusammensetzung Ihres Wassers und wie sicher es für Sie und Ihre Familie ist.

Zu den Wassertests

1. Aluminium

Der Mensch nimmt täglich etwa 5 Milligramm Aluminium zu sich. In geringen Mengen ist das Leichtmetall ungefährlich, in höheren Dosen kann es gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Die Forschung vermutet, dass Aluminium für neuronale Schäden oder Alzheimer verantwortlich ist.

 

2. Ammonium

Ammonium im Wasser ist ein Zeichen für ungereinigtes Abwasser. Der Stoff bildet sich nämlich, wenn Eiweiß oder Harnstoff mit Bakterien reagieren. Ammonium kann Nieren schädigen und bildet bei einem hohen pH-Wert das Nervengift Ammoniak.

 

3. Blei

In alten Häusern sind Leitungen oftmals noch aus Blei. Löst sich dieses ins Wasser, kann es zu schweren gesundheitlichen Problemen kommen. Besonders für Kinder ist Blei gefährlich, es führt zu Entwicklungsstörungen, Bluthochdruck und Magenschmerzen. Abhilfe schaffen meist nur neue Wasserrohre.

 

4. Calcium

Calcium ist ein wichtiges Element für den menschlichen Körper, es baut Knochen und Zähne auf. Im Wasser sorgt es für guten Geschmack aber auch für unliebsame Kalkflecken im Haushalt. Aus gesundheitlichen Gründen hat es keine Vorteile, Calcium aus dem Trinkwasser zu entfernen.

 

5. Chlorid

Chloride sind Salze. Sie können entweder durch Abwasser ins Trinkwasser gelangen oder durch Kontakt mit salzhaltigen Gesteinen. Der Mensch sollte täglich etwa zwei bis fünf Gramm Chlorid zu sich nehmen, eine Überdosierung kann etwa Bluthochdruck zur Folge haben.

 

6. Chrom

Wasser reagiert nicht mit Chrom. Chromverbindungen können allerdings aus Industrieabwässern ins Trinkwasser gelangen. Je nach der genauen chemischen Zusammensetzung kann Chrom einerseits ein wichtiges Spurenelement sein, andererseits stark giftig wirken.

 

7. Fluorid

Fluorid ist in den meisten Zahnpasten enthalten und gesund für die Zähne. Im Trinkwasser sollte es im Regelfall nur in geringen Mengen vorkommen. Eine toxische Wirkung von Fluorid ist bekannt, wie bedenklich diese ist, ist aber umstritten: In manchen Ländern wird Trinkwasser sogar mit Fluorid angereichert.

 

8. E.coli

Wohl die bekanntesten Keime, die in unserem Wasser vorkommen können: E.coli-Bakterien. Eine Infektion mit den Darmerregern äußert sich meist durch Übelkeit, Erbrechen oder Fieber. E.coli-Bakterien kommen durch fäkale Verunreinigungen ins Trinkwasser und können Darm, Blutkreislauf und Nieren schädigen.

 

9. Eisen

Im menschlichen Körper ist Eisen sehr wichtig: Es bindet Sauerstoff im Blut an sich und transportiert ihn von der Lunge zu anderen Organen. Ein Eisenmangel kann verantwortlich sein für Beschwerden wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen. Eisen hat bei gesunden Menschen keine negativen Folgen und wird nur selten überdosiert.

10. Enterokokken

Wie E.coli-Bakterien sind auch Enterokokken ein Anzeichen für fäkale Verunreinigungen. Sie verbreiten sich besonders gut, wenn Wasser lange steht. Durch Enterokokken können beim Menschen Harnwegsinfektionen oder Bauchfellentzündungen ausgelöst werden.

 

11. Kalium

Der Mensch nimmt täglich etwa ein bis sechs Gramm Kalium zu sich. Dieses lagert sich vor allem in Muskeln, roten Blutkörperchen und im Gehirn ab. Kalium schützt Herz und Gefäße. Es ist ein essentielles Element, vor allem für die Nervenfunktionen. Gefahren gehen von im Wasser gelösten Kalium nicht aus.

 

12. Kupfer

Kupfer kommt in der Regel aus Kupferrohren in unser Trinkwasser. Das Element ist essentiell für den Menschen, bei einer Überdosierung kann es jedoch zu einer Vergiftung kommen. Vor allem bei Kindern kann das schnell zu Magen-Darm-Erkrankungen führen, da ihr Stoffwechsel noch nicht so gut funktioniert.

 

13. Legionellen

Legionellen sind Bakterien. Sie vermehren sich vor allem in lange stehendem oder warmem Wasser. Legionellen zu trinken ist ungefährlich, problematisch werden sie aber beim Duschen. Wenn die Bakterien über Wasserdampf eingeatmet werden, gelangen sie in die Lunge und können schwere Lungenentzündungen auslösen.

 

14. Lithium

Das Leichtmetall Lithium gilt als Stimmungsaufheller: In einer Studie konnte festgestellt werden, dass in Regionen mit hohem Lithiumgehalt im Trinkwasser die Suizidrate niedriger ist. Für den Körper ist das Element nicht essentiell. Im Wasser gelöst ist es nicht problematisch, der Großteil wird vom Körper sofort wieder ausgeschieden.

 

15. Magnesium

Magnesium ist besonders wichtig für Knochen und Muskeln. Ähnlich wie Calcium ist es außerdem für Reizübertragungen, Muskelfunktion und Aufbau von Proteinen und DNA verantwortlich. Magnesium hat keine schädliche Wirkung auf die menschliche Gesundheit. Ein Mangel kann aber zu Trägheit und Müdigkeit führen.

 

16. Mangan

Auch Mangan ist für den Menschen essentiell. Der Körper braucht es vor allem für Enzyme, gespeichert wird es in Leber, Niere und anderen Organen. Sowohl Mangelerscheinungen als Überdosierungen sind äußerst selten. Stark manganhaltiges Wasser sollte jedoch nicht für Säuglingsnahrung verwendet werden.

 

17. Natrium

Natrium ist im Körper essentiell für die Nervenfunktion. Im Wasser stellt es keine Gefahr dar, überdosiert wird es meist in Form von Kochsalz. Im Schnitt nehmen wir durch unsere Nahrung täglich das dreißigfache der benötigten Menge zu uns. Folgen davon können erhöhter Blutdruck, Arterienverkalkung oder Entzündungsneigung sein.

 

18. Nitrat

Nitrate sind Stickstoffsalze und kommen über Düngemittel in unser Trinkwasser. Sowohl für Menschen, als auch für Tiere und Pflanzen ist Stickstoff essentiell, da er die Eiweißbildung antreibt. Bei Erwachsenen ist eine Überdosierung sehr unwahrscheinlich, bei Babys können schon kleine Mengen zur gefährlichen Blausucht führen.

 

19. Nickel

Über verchromte Armaturen kann Nickel ins Trinkwasser gelangen, in geringen Mengen kommt es auch natürlich vor. Schädliche gesundheitliche Folgen sind eher selten. Manche Menschen reagieren allerdings allergisch auf Nickel, im schlimmsten Fall kann es zu einer Dermatitis kommen.

 

20. Phosphor

Der Mineralstoff Phosphor ist essentiell für den Körper, meist nehmen wir ihn in Form von Phosphaten auf. Das sind Salze, die in Nahrungsmitteln wie Milch oder Fleisch enthalten sind. Mangelerscheinungen sind nicht bekannt, eine Überdosierung ist harmlos. Bei Kindern kann diese jedoch Hyperaktivität verursachen.

 

21. pH-Wert

Der pH-Wert einer Flüssigkeit gibt an, ob es sich um eine Lauge oder eine Säure handelt. Trinkwasser hat einen pH-Wert von ungefähr 7,0 und ist somit neutral. Wasser, dessen Wert unter 7,0 liegt, ist sauer, darüberliegende Werte gibt es bei basischen Flüssigkeiten. Problematisch kann saures Wasser in den Hausinstallationen werden: Da es “aggressiver” ist, löst es leichter Schwermetalle aus Leitungen und Armaturen.

 

22. Sulfat

Als “Verdauungshilfe” wird Sulfat oft bezeichnet, da es den Gallefluss und somit die Verdauung fördert. Ein Mangel kann zu brüchigen Nägeln, Hautproblemen und Verdauungsbeschwerden führen. Zuviel Sulfat im Wasser ist aber schlecht für Rohre, da es diese abnutzt und es im schlimmsten Fall sogar zu einem Rohrbruch kommen kann.

 

23. Uran

Radioaktiv und schwer giftig: Uran hat zurecht keinen guten Ruf. Das Schwermetall schädigt nachhaltig Blut, Knochen und Nieren. Besonders gefährlich ist es für Säuglinge und Kleinkinder, da deren Körper besonders schlecht damit umgehen können. Uran kommt entweder durch uranhaltiges Gestein oder Düngemittel ins Wasser.

 

24. Wasserhärte

Die Gesamtwasserhärte setzt sich aus den beiden Härtebildnern Calcium und Magnesium zusammen. Hartes Wasser ist somit gesund für den Körper, außerdem schmeckt es gut. Problematisch wird hartes Wasser in Hausinstallationen. Dort führt es zu hartnäckigen Kalkablagerungen und unschönen Flecken.

 

25. Zink

Zink ist ein wichtiges Spurenelement für den menschlichen Körper. Benötigt wird es für Enzyme, die DNA und das Hormon Insulin. Da der Körper nur einen Teil des Zinks in der Nahrung aufnehmen kann, gilt zinkhaltiges Wasser als sehr gesund. Eine Überdosierung ist selten. Sie äußert sich durch Übelkeit, Schwindel, Fieber und Durchfall.