Faszination Wasser

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Waren Sie nach einem Urlaub in einem fremden Land schon einmal richtig froh, das Wasser aus der Leitung wieder unbekümmert trinken zu können? Im internationalen Vergleich ist die Wasserqualität in Mitteleuropa top. Unser Körper ist tagtäglich auf genügend Wasserzufuhr angewiesen, auch bei der Körperpflege geht es nicht ohne das kühle Nass. Wie sich unser Trinkwasser dabei gesundheitlich auswirkt, lesen Sie hier.

 

Ohne Wasser kein Leben

Bestimmt haben Sie auch schon das eine oder andere Mal gehört, dass Wasser der Hauptbestandteil in allen Lebewesen ist. Bei Kleinkindern liegt der Wasseranteil bei über 70%, mit zunehmendem Alter trocknen wir regelrecht aus, bis wir im hohen Alter nur mehr zu etwa 45% aus Wasser bestehen.

Wasser ist im menschlichen Körper für viele lebensnotwendige Prozesse unverzichtbar. Wer zu wenig trinkt, kann sich nur schwer konzentrieren, leidet unter Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl. Auf lange Sicht kann es sogar zu ernsthaften Erkrankungen kommen. Ausreichend zu trinken ist also wichtig, um gesund zu bleiben.

Weiterlesen: Wozu wir Wasser im Körper brauchen und wie viel wir täglich trinken sollten

 

Sporteln, Schwitzen, Trinken – was Sie beachten sollten

Wer Sport treibt, schwitzt. Dadurch verhindert der Körper eine gefährliche Überhitzung. Problematisch dabei ist in erster Linie der Flüssigkeitsverlust, aber auch die Ausscheidung von lebenswichtigen Mineralstoffen. Richtiges Trinken beim Sport ist also ganz wesentlich, um sich fit zu halten. Und in vielen Sportarten kann es sogar zwischen Sieg und Niederlage entscheiden, weil mit einem Flüssigkeitsverlust auch die Konzentrationsfähigkeit abnimmt.

Weiterlesen: Was Sportler beim Trinken beachten sollten

 

Wasser für die Jüngsten: Tipps zur Babynahrung

Passt das Leitungswasser für mein Baby? Eine Frage, die sich viele Eltern stellen. Die Antwort lautet grundsätzlich ja, sicherheitshalber ist ein Wassertest aber nicht schlecht. Viele Eltern kochen vorsichtshalber das Leitungswasser ab, ob das wirklich notwendig ist, darüber scheiden sich aber die Geister. Problematisch kann für manche Kinder der Kalk im Wasser werden. Durch Abkochen lässt sich dieser aber nicht ganz entfernen.

Wasser als Getränk ist während des Stillens oder der ersten Fläschchen-Zeit nicht notwendig. Beginnt man aber, dem Baby Wasser als Getränk anzubieten, sollte ganz genau auf einige Inhaltsstoffe geachtet werden.

Weiterlesen: Das ist wichtig für Babys Gesundheit

 

Das macht kalkhaltiges Wasser mit unserer Haut

Kalk im Wasser zählt zu den häufigsten Problemen, die bei unserem Leitungswasser auftreten. Während die Probleme im Wasserkocher und Co. sehr gut sichtbar sind, fällt uns oft weniger auf, was der Kalk mit unserer Haut macht. Kalk verringert die Waschleistung von Seife und Duschgel, Reste von Mineralien lagern sich auf der Haut ab. Nicht alle Menschen merken den Unterschied zwischen weichem und hartem Wasser. Bei empfindlicher Haut führt der Kalk aber zu verschiedensten Irritationen. Wenn Sie nach einem Urlaub an einem Ort mit weichem Wasser bereits Verbesserungen spüren konnten, sollten Sie vielleicht einmal Ihr Wasser überprüfen lassen.

Weiterlesen: Probleme mit hartem Wasser bei der Körperpflege

 

Wie sich hartes und weiches Wasser bei der Haarpflege auswirkt

Krausemähne oder glatt und ohne Volumen? Mit unseren Haaren kämpfen wir oft bei der täglichen Pflege. Auf einen wesentlichen Faktor vergessen wir aber meist – das verwendete Wasser. Ist es sehr kalkhaltig, können sich Mineralien in den Haaren festsetzen, ist es sehr weich, bleiben mitunter Produktrückstände zurück. So wirkt sich die Zusammensetzung des Wassers auf mehrere Ebenen aus – das Aussehen der Haare, wie leicht sie sich stylen lassen und welche Pflegeprodukte benötigt werden. Am Blog geben wir Tipps, wie Sie Ihre Haare bestmöglich in den Griff bekommen.

Weiterlesen: So reagieren unsere Haare auf hartes und weiches Wasser

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Bei Muskelarbeit wird chemische Energie in mechanische Energie und Wärme umgewandelt. Der Wirkungsgrad beträgt dabei nur 25%, das heißt die restliche Energie geht als Wärme “verloren“: Uns wird heiß. Bei intensiver körperlicher Aktivität ist der Körper gezwungen, die erzeugte Wärme über den Schweiß nach außen abzugeben, um eine gesundheitsschädigende Überwärmung des Organismus zu vermeiden. Ansonsten würde die Körperkerntemperatur zu sehr erhöht werden.

Wer also Sport treibt, schwitzt. Schwitzen muss kein Zeichen eines schlechten Trainingszustandes sein, im Gegenteil – wer gut ausdauertrainiert ist, kann auch gut schwitzen. Schwitzen ist für die Wärmeregulation des Organismus notwendig, damit die Körperkerntemperatur nicht auf ein gefährliches Niveau ansteigt, was zum Hitzeschlag führen könnte. Wie wichtig die durch ausreichendes Schwitzen am effektivsten mögliche Wärmeabgabe bei längerdauernder körperlicher Belastung ist, soll das Beispiel Marathonlauf veranschaulichen. Spitzen-AthletInnen absolvieren ihn mit einer Körpertemperatur von bis zu 40 Grad Celsius!

Wie viel wir schwitzen, hängt mit einigen Faktoren zusammen. Bei intensiver Leistung, hoher Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit steigt der Schweißverlust. Wer viel und andauernd schwitzt, verliert eine nicht unbeträchtliche Menge an Körperwasser. Dies geht zu Lasten der Flüssigkeit in den Körperzellen, dem Zwischenzellraum sowie letztlich auch dem Blutplasma, also dem aus Wasser bestehenden Teil des Blutes. Die Folge ist eine Abnahme der Durchblutung, wodurch der Körper schlechter mit Sauerstoff versorgt wird und „Abfallprodukte“ weniger gut abtransportiert werden können.

 

Gesundheitliche Risiken beim Schwitzen

Bei Sportlern, die in warmem Klima trainieren, kann ein größerer Flüssigkeitsverlust beträchtliche gesundheitliche Probleme verursachen, vor allem durch Überhitzung des Körpers bis hin zum Hitzekollaps und Hitzschlag. Schweißraten, die 2 Liter pro Stunde überschreiten, sind nicht ungewöhnlich. Die Folgen sind nur in wenigen Fällen fatal, erst ein Wasserverlust von 10% des Körpergewichts führt zu ernsthaften Symptomen, eine Dehydration von 15% ist meist schon tödlich. Aber auch relativ kleine Schweißverluste reduzieren bereits die Leistungsfähigkeit.

Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass ein Wasserverlust von bereits 2% des Körpergewichts die Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt. Dies entspricht bei den meisten Menschen einem Schweißverlust von weniger als zwei Litern. Vor allem in Sportarten, wo zwischen Sieg und Niederlage Bruchteile von Sekunden entscheiden, beeinflusst ein solch nachteiliger Effekt nicht nur das Endresultat, sondern auch den dabei empfundenen subjektiven Ermüdungsgrad.

 

Richtiges Trinken ist entscheidend

Die Flüssigkeitszufuhr spielt beim Sport also eine große Rolle. Wer viel schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern auch Natrium. Der Verlust an Mineralstoffen muss ebenfalls ausgeglichen werden. Dazu eignet sich bestens ein Wasser mit hohem Natriumgehalt. Wenn Sie zu einem Mineralwasser greifen, sollte dieses lieber kohlesäurefrei oder –arm sein. Das reizt den Magen weniger und vermeidet Schluckauf.

Am Markt sind verschiedene Sportgetränke erhältlich. Elektrolyt- und Isotonische Getränke müssen eine bestimmte Zusammensetzung aufweisen. Die enthaltenen Mineralstoffe können schnell vom Körper aufgenommen werden und ersetzen Wasser- und Energieverluste schnell. Ausgerichtet sind solche Getränke in erster Linie für Hochleistungssportler. Im Breitensport lassen sich mit verdünnten Fruchtsäften in der Regel die gleichen Ergebnisse erzielen. Die Finger lassen sollten sie jedenfalls von Softdrinks und koffeinhaltigen Getränken – solche können den Körper regelrecht weiter austrocknen.

flaschenwasser

Für die großen Getränkemultis wurde es längst zum Kerngeschäft. Flaschenwasser avancierte zum meistgekauften Getränk der Welt – das ist aus ökologischer Sicht eine Katastrophe. Der Vertrieb von abgefülltem Wasser wächst seit 2008 jährlich weltweit um sechs Prozent, schreibt die „Financial Times“. Die großen Konzerne Danone, Nestle, Coca-Cola und Pepsi kämpfen um die Anteile am Markt. Ihr lukrativstes Geschäft sind nicht mehr Softdrinks, sondern schlicht und einfach gewöhnliches Wasser.

Verbrauch verdoppelt

Vor allem in Asien, China und Indien – wo es die Regierungen nicht immer schaffen, die schnell wachsenden Städte permanent mit sauberem Trinkwasser zu versorgen – wächst der Markt enorm. Chinas Verbrauch von Flaschenwasser hat sich in fünf Jahren sogar verdoppelt, von 17 Milliarden auf 33 Milliarden Liter pro Jahr.

Doch auch in der westlichen Welt wird Wasser zunehmend im Supermarkt gekauft. „Die Wachstumsraten sind hier ähnlich wie in den Schwellenländern“, sagte Marco Settembri, Geschäftsführer von „Nestle Wasser“ zuletzt gegenüber der „Financial Times“. Vor allem die Sorge um Gesundheit und Übergewicht steigere die Nachfrage von Wasser aus der Flasche. Der österreichische Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie gab bekannt, dass der durchschnittliche Österreicher 2014 rund 90 Liter Flaschenwasser nach Hause trug – 1970 waren es noch sechs. Die heimischen Getränkeunternehmen haben im Vorjahr um die 750 Millionen Liter Wasser in Flaschen gefüllt.

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Erstaunlicher Marketingtrick

In Europa und den USA wurde Wasser in den vergangenen Jahren zum angesagten Lifestyle-Produkt. Der Werbeindustrie ist erstaunliches gelungen. Sie vermarktet ein Produkt, das eigentlich schon jeder zu Hause hat, und fährt damit unglaubliche Gewinne ein. Auf den Etiketten der Flaschen locken reine Quellen, schneebedeckte Berggipfel oder kristallklare Seen. Sie sollen Reinheit, Vitalität und einen gesunden Lebensstil suggerieren. Erfolgreiche Geschäftsfrauen schlürfen in der Fernsehwerbung Mineralwasser. Anstatt zum Hahn greifen die Menschen immer öfter zur Flasche.
Dabei ist die Qualität von handelsüblichem Mineral- oder Tafelwasser in vielen Ländern keineswegs besser als die von Leitungswasser. Ganz im Gegenteil – Leitungswasser untersteht einer Vielzahl von Tests, es ist das am besten überprüfte Lebensmittel der Welt. Viele Mineralwasser aus dem Supermarkt enthalten weniger Mineral­stoffe und haben außerdem ein Problem mit Keimen, wie die Stiftung Warentest in einer Studie bekanntgab.

Und auch in puncto Preis kann Wasser aus der Flasche nicht mit Leitungswasser mithalten. Ein Liter Mineralwasser kostet etwa in Österreich im Durchschnitt 50 Cent, für den man laut dem Wasserreport der Arbeiterkammer (AK) rund 400 Liter Leitungswasser bekommen könnte – ohne sie kistenweise nach Hause zu schleppen. Abgesehen von Qualität und Preis spielt die ökologische Komponente eine nicht zu unterschätzende Rolle. Nur 20 Prozent der verwendeten Plastikflaschen werden nämlich recycelt. Der Rest sammelt sich zu unüberschaubaren Müllbergen an, riesige Plastikinseln in unseren Meeren sind lebensbedrohlich für zahlreiche Tiere.